Carl Barks: "A Christmas Trimming" Lithographie

Carl Barks: A Christmas Trimming Lithographie
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    Art.Nr.: DL444
    Format: H: 34cm. Bildfläche: 20,5x25cm
    Druck/Papier: 12 Farben, 3D-Oberfläche; Perlstaub-Technik
    Extras: Auflagenhöhe: 595. Zertifikat. Signiert von Carl Barks
    Versandgewicht: 200g


Produktbeschreibung

Carl Barks' Onkel Dagobert ist das Pendant des zwanzigsten Jahr­hunderts zu Charles Dickens' Vorgänger, Ebenezer Scrooge, und er spielt getreu seiner Pfennig­fuchser-Rolle in einer Kulisse seines berüchtigten Geizes "A Christmas Trimming" (1972 gemalt, lautete Barks' ursprüng­licher Titel einfach Christmas Composition; "Christmas trimming" hat die doppelte Bedeutung Weihnachts­zierde/weihnacht­liche Abfuhr). Es war die zweite von nur zwei Litho­graphien (beide Miniaturen), die von Another Rainbow mit drei­dimensionaler Papier­oberfläche heraus­gegeben wurden (die erste war ein ganz­figuriges Porträt von Onkel Dagobert, Pick and Shovel Laborer). Es ist jedoch der einzige Barks-Druck, bei dem ein Spritzer Perlmutt-Tinte auf­getragen wurde, eine japanische Holz­schnitt-Technik (um 1800 entstanden), die den Effekt von fallendem Schnee verstärkt.

Thematisch ist das Bild an A Christmas Carol in Prose von Charles Dickens angelehnt. Diese Geschichte brachte Disney in der Nach­erzählung von Annie North Bedford als Donald Duck and the Christmas Carol (Little Golden Books) 1960 im Kinder­buch­format heraus. Barks hatte bereits zwei Jahre vorher die Illustrationen dazu angefertigt. Season to be Jolly (1974) hat die gleiche Szenerie, ist aber inhaltlich verschieden.

Die kunstvolle Komposition des Bildes ergibt sich daraus, dass die Szene zwar wie mit einem Scheinwerfer­kegel erhellt wird und eine runde Arena freigibt, das Zentrum aber außerhalb liegt, nämlich beim hoch­gehaltenen Weihnachts­baum. Erst wenn die Münze in Dagobert Ducks Hand fällt, wird der Weihnachts­baum in die Mitte gestellt werden. Das Bäumchen - das mickrigste, das sich Donald Duck und die Neffen leisten konnten (sogar ihr Spar­schwein - noch lacht es, weil es so voll ist! - bieten die Kinder an), wird von Dagobert Duck in sicherer Reich­weite gehalten. Die schräge Lage des Baumes lässt ihn fast nach hinten kippen. Durch die ausgereckten Arme (die sowohl ein Aus­strecken wie Auf­fangen bedeuten können) wird eine Linie erzeugt, die den Baum in seiner Schräg­lage hält.

Der Ort des Geschehens, dieses alter­tümliche, englisch anmutende Städtchen, ist in dem eher fröhlichen Pendant Season to be Jolly aus einer anderen Perspektive gezeigt. Hinter den warmleuchtenden Bleischeiben des Hauses, das wir als Ale House erkennen, wird fröhlich gefeiert. Auf den Straßen und Plätzen singen und jubilieren festlich gestimmte Menschen, darunter Donald Duck und die Neffen. Alle scheinen Dagobert Duck zuzujubeln, der mit finsterem Gesicht seinen Sack Geld nach Haus schleppt, vorbei an Bettlern und Armen. Die Ähnlichkeit mit Nobody’s Spending Fool ist auffällig.

Beide Bilder gehören zusammen und offenbaren in ihrem Nebeneinander, dass keine wahren Begeben­heiten aus dem Leben der Ducks dar­gestellt sein sollen (dazu schließen sich die beiden Motive gegenseitig aus), sondern zwei Haltungen zum Weihnachts­fest: Erzeugen Armut und Hart­herzig­keit bei Christmas Composition ein Gefühl der Trost­losig­keit, besonders dadurch, dass sich dieser Vorgang in der Familie abspielt, so bricht in Season to be Jolly bei aller Durch­wirkt­keit mit Elend und Armut die weih­nacht­liche Stimmung durch. Um gegen den Spielverderber Dagobert Duck anzukommen, bedarf es allerdings mehr als eines Donald Ducks: erst die allgemeine Freude der Bürger­schaft erzeugt den Funken.

Nummeriert (351/595). Signiert in der rechten unteren Ecke.
 
Die ungerahmten Lithographien wurden vom Hersteller mit einer Gewebeauflage versandt, um die einzigartige und zerbrechliche Oberfläche zu schützen.
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